Bietsicherheit bei Zwangsversteigerungen: Praxisbeispiele & Rechenhilfen
Erfahre anhand konkreter Rechenbeispiele, wie hoch die Bietsicherheit bei Zwangsversteigerungen ausfällt.
Janek Felsch
Co-Founder und ZV-Experte ·
Wer bei einer Zwangsversteigerung mitbieten möchte, muss eines wissen: Ohne Bietsicherheit kein Gebot. Doch wie viel musst Du konkret leisten? In diesem Beitrag zeigen wir Dir anhand realistischer Praxisbeispiele, welche Beträge Du einplanen solltest.
Kurz erklärt: Was ist die Bietsicherheit?
Die Bietsicherheit beträgt 10 % des gerichtlich festgelegten Verkehrswerts einer Immobilie. Sie dient als Sicherheitsnachweis für das Gericht – nur wer finanziell leistungsfähig ist, darf mitbieten.
Zulässige Formen:
- Überweisung (mind. 3 Werktage vor Termin)
- Bank- oder Bundesbankscheck
- Selbstschuldnerische Bankbürgschaft
Barzahlungen sind ausgeschlossen.
Praxisbeispiele: So viel musst Du wirklich leisten
🏡 Eigentumswohnung in kleiner Stadt
- Verkehrswert: 120.000 €
- Bietsicherheit: 12.000 €
💡 Bereits mit 12.000 € Eigenkapital kannst Du hier vollwertig mitbieten!
🏘️ Reihenhaus in Vorstadtlage
- Verkehrswert: 210.000 €
- Bietsicherheit: 21.000 €
💡 Wer eine Finanzierung vorbereitet hat, kann hier strategisch günstig einsteigen.
Hinweis: Bei Nichterhalt des Zuschlags wird die Bietsicherheit vollständig erstattet – meist innerhalb weniger Tage.
Worauf Du achten solltest
- Rechtzeitig überweisen: Der Geldeingang muss mind. 3 Werktage vor dem Termin erfolgen.
- Unterlagen prüfen: Schecks und Bürgschaften müssen korrekt ausgestellt sein.
- Gerichtsanforderungen klären: Manche Amtsgerichte haben individuelle Vorgaben – ruf besser vorher an.
Fazit: Realistisch mitbieten ab 10.000 €
Mit rund 10.000 bis 20.000 € Bietsicherheit kannst Du bereits bei zahlreichen Objekten realistisch mitbieten. Wichtig ist die gründliche Vorbereitung – sowohl finanziell als auch strategisch.
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